Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente, die die Gläubigen ein Leben lang begleiten: So empfängt man als erstes die Taufe und am Lebensende die Krankensalbung. Doch auch die Beichte ist ein Sakrament, ebenso wie die Ehe - die allerdings ein Sonderfall in der "Sakramentenfamilie" ist. Auf der folgenden Seite erklären wir Ihnen alles Wichtige, damit Sie erfahren, warum Sakramente Zeichen der Gnade Gottes sind.
Aus: https://www.bistum-wuerzburg.de/glaube-leben/sakramente/
Die Taufe
Die Taufe ist der Eintritt in eine Gemeinschaft mit Jesus und mit allen, die an ihn glauben.
Die Taufe zählt neben Erstkommunion und Firmung zu den Einführungssakramenten. Ein erwachsener Taufbewerber empfängt alle drei Sakramente in einer einzigen Feier, zumeist in der Osternacht.
Von jedem Täufling wird ein Glaubensbekenntnis verlangt. Dieses wird bei der Kindertaufe von den Eltern und von der Kirche ausgesprochen.
Bei der Taufe wird der Täufling in Wasser getaucht oder sein Kopf mit Wasser übergossen wird. Außerdem wird er mit Öl gesalbt. Taufkerze und Taufkleid werden überreicht.
Eine gültig gespendete Taufe kann nicht wiederholt und nicht widerrufen werden.
Die Beichte
Im Sakrament der Buße bekennt sich der Mensch zu den Sünden, die er begangen hat, und übernimmt die Verantwortung für sie. Dadurch öffnet er sich Gott und der Gemeinschaft der Kirche neu und ermöglicht sich so eine neue Zukunft. Indem der Priester die Absolutionsformel spricht, wird der Einzelne mit Gott versöhnt. Diese Versöhnung gilt auch für seine Mitmenschen, die Kirche und die ganze Schöpfung.
Die Eucharistie
Die Feier Erstkommunion selbst ist kein Sakrament. Wohl aber die Eucharistie.![]()
In der Erstkommunionsfeier empfangen die Kinder zum ersten Mal Jesus Christus im Zeichen von Brot und Wein.
Beim Sakrament der Eucharistie handelt es sich um das Abschiedsgeschenk Jesu: Vor seinem Leiden und Sterben hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gehalten. Er nahm Brot und Wein, reichte es mit den Worten "Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut" und fügte hinzu: "tut dies zu meinem Gedächtnis" (Lukas 22,19 und 1 Korinther 11,23-25).
Die Eucharistiefeier ist somit nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern in ihr bleibt Christus gegenwärtig. Sie bildet das Zentrum der Gemeinschaft der Kirche und ist zugleich ihre Kraftquelle. Neben Taufe und Firmung zählt das Sakrament der Eucharistie zu den Einführungssakramenten.
Die Firmung
Das Sakrament der Firmung wird auch als Sakrament des Heiligen Geistes bezeichnet. Es bestärkt und befähigt, den Glauben als Zeuge Christi in Wort und Tat zu verbreiten. Die Firmung ist die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, das die Eltern und Paten bei der Taufe stellvertretend geleistet haben. Daher vollendet die Firmung die Taufe. Durch Handauflegung und Salbung wird der Heilige Geist auf den Firmling übertragen. Da in den meisten Fällen der (Weih-)Bischof die Firmung spendet, stellt sie zudem eine sichtbare Verbindung des Gläubigen zum Bistum und zur Weltkirche dar. Neben Taufe und Eucharistie zählt die Firmung zu den Einführungssakramenten.
Die Ehe
Mit dem gegenseitigen Versprechen vor dem Priester oder Diakon, den Trauzeugen und der Gemeinde spenden sich die Brautleute das Sakrament der Ehe gegenseitig. Sie gründen damit den sakramentalen Bund und stiften untereinander eine Gemeinschaft für das ganze Leben: Mann und Frau versprechen, einander in guten und in schlechten Tagen die Treue zu halten, bis dass der Tod sie scheidet. Der Priester erteilt der Ehe den kirchlichen Segen. Die Ehe ist dabei Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche.
Die Weihe
Es gibt einige grundlegende Dienste in der Kirche, wie das Amt des Bischofs, Priesters und des Diakons. Diese Ämter garantieren in besonderer Weise die Verbindung mit Christus, der Ursprung, Mitte und Ziel der Kirche ist. Deshalb werden diese Ämter seit ältester Zeit durch Handauflegung und Weihegebet übertragen.